Schulassistenz

Was bedeutet Schulassistenz?

Zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft gehört für ein Kind/einen Jugendlichen der Schulbesuch. Doch aufgrund unterschiedlichster Umstände ist es nicht für alle Schüler*innen möglich, eine Regelschule zu besuchen. Häufig sind es die unzureichenden Rahmenbedingungen, die einem Kind/Jugendlichen mit Behinderung oder Besonderheit den Schulbesuch an einer Regelschule erschweren. Der pflegerische, pädagogische oder betreuerische Mehraufwand eines Kindes/Jugendlichen kann häufig nicht von den Lehrkräften gedeckt werden, so dass die Teilhabe am Unterricht gefährdet ist. 

Durch eine persönliche, individuelle Begleitung und Unterstützung der Schulassistenz wird dem Kind/Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, am Unterrichtsgeschehen im Klassenverband integriert zu werden.

Welche Aufgaben hat eine Schulassistenz?

Die konkreten Aufgaben einer Schulassistenz richten sich nach den individuellen Erfordernissen der Schüler*innen. Während zum Beispiel ein Kind/Jugendlicher im Rollstuhl vorrangig Hilfe beim An- und Auskleiden, Handreichungen während des Unterrichtes oder beim Toilettengang braucht, benötigt ein Kind/Jugendlicher mit Verhaltensproblematiken Unterstützung und Hilfe beim Erlernen von Strukturen oder Regeln in der Gruppe.


Wann besteht ein Anspruch auf eine Schulassistenz?

Eine Schulassistenz wird Schüler*innen gewährt, die eine diagnostizierte körperliche, geistige oder sozial-emotionale Beeinträchtigung haben und auf individuelle Unterstützung beim Schulbesuch angewiesen sind.

Wie funktioniert der Antragsweg?

Die Antragstellung auf Kostenübernahme erfolgt durch die Eltern/Sorgeberechtigten bei den jeweils zuständigen Kostenträgern. Diese können die Eingliederungshilfe des Kreises Groß-Gerau (gemäß SGB XII), die Jugendhilfe des Kreises Groß-Gerau (gemäß SGB VIII), das Jugendamt Rüsselsheim, der Landeswohlfahrtsverband, Krankenkassen oder auch andere Landkreise sein.